häufig
gestellte Fragen zum künstlichen Gelenkersatz
Wie
lange wird mein künstliches Gelenk halten?
Eine
Zusammenschau großer internationaler Studien zeigt, dass etwa 95%
der Implantate nach einem Zeitraum von 10 Jahren und annähernd 90%
nach 20 Jahren noch ohne Probleme sind. Diese Resultate beziehen
sich allerdings auf Produkte die vor 10 bis 20 Jahren eingesetzt
wurden. Durch die Verbesserung der Technologie ist mit den heute
verwendeten Gelenken eine noch längere Lebensdauer zu erwarten.
Welche
Materialen werden verwendet? Wie ist die Prothese verankert?
Zur
Verankerung kommen grundsätzlich zwei Möglichkeiten in Frage: mit
Knochenzement oder ohne Knochenzement. Beide Systeme haben ihre
Vor- und Nachteile. Welche für Sie die geeignetere Verankerungsform
ist, entscheidet ihr Operateur auf Basis der bei Ihnen durchgeführten
klinischen und radiologischen Untersuchungen.
Bei
den zementfreien Prothesen haben sich vor allem Produkte aus Rein-Titan
bzw. Titan-Legierungen bewährt, zementierte Prothesen werden im
allgemeinen aus Chrom-Kobalt Legierungen hergestellt. Gleitpaarungen
im Pfannenbereich umfassen die Materialien Polyäthylen, Keramik
und Metall, im Bereich des Prothesenkopfes Keramik oder Metall.
Bei Knieendoprothesen wird in allen Fällen die Gleitpaarung Polyäthylen-Metall
verwendet.
Wie
lange dauert die Operation? Welche Operationsmethode wird angewandt?
Üblicherweise
dauert die Implantation eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenkes
von Beginn der Nakose bis Ende der Nakose zwischen 60 und 90 Minuten.
Wann
immer möglich wird eine minimalinvasive Technik verwendet. Dies
bedeutet kleiner Hautschnitt, muskelschonende Operation und raschere
Rehabilitation.
Welche
Produkte werden von mir üblicherweise verwendet?
Ich
persönlich bevorzuge die zementfreie Verankerung von Hüftendoprothesen,
da ich damit bereits über eine jahrzehntelange Erfahrung verfüge
und mit den Resultaten sehr zufrieden bin. Das von mir verwendete
Hüftimplantat ist das System Alloclassic®
Variall der Firma Zimmer, dabei handelt es sich um eine zementfreie
Schraubpfanne aus Titan und einen zementfreien konischen Schaft
aus einer Titan-Legierung. Dieses System bietet alle Möglichkeiten
der Gleitpaarung, die auf das jeweilige Bedürfnis der einzelnen
Patienten abgestimmt werden können.
Als
künstliches Kniegelenk verwende ich das System NexGen der
Firma Zimmer, ein ebenfalls sehr modernes Implantat mit einer Vielfalt
von Kombinationsmöglichkeiten, die eine optimale Anpassung an die
jeweiligen Verhältnisse beim Patienten erlauben.
Falls Sie
zum Themenkreis Hüft- und Knieendoprothetik noch Fragen haben bin
ich gerne bereit diese zu beantworten.
|